Thema Herzinfarkt
Jeden Tag erleiden 772 Menschen in der Bundesrepublik einen Herzinfarkt (lt. Augsburger Herzinfarkt-Register). Mehr als die Hälfte sterben daran. Herzinfarkt, Schlaganfall und plötzlicher Herztod sind in Deutschland die häufigsten Ursachen für vorzeitigen Tod und Invalidität.
Sie sind Folgen von Veränderungen an den Herzkranzgefäßen, an der Hauptschlagader und an den Arterien, die das Gehirn mit Blut versorgen. Einengungen an diesen Gefäßen können die Blutversorgung dieser lebenswichtigen Organe gefährden und bei einem Verschluss der Arterie zu einer Katastrophe führen.
Wie kommt es zu einem Herzinfarkt? Wir leben in einer Gesellschaft, deren Lebensweise den Herzinfarkt begünstigt. Eine Ernährung reich an tierischen Fetten, Übergewicht, Zigarettenkonsum, Bewegungsmangel, hoher Blutdruck oder Zuckerkrankheit führen dazu, dass die Innenauskleidung der Herzkranzarterien beschädigt werden.
Über komplizierte Mechanismen kommt es dann zur Ablagerung von Cholesterin in der Gefäßwand und zur Ausbildung von Fett polstern, die bereits die Arterien einengen und den Blutfluss behindern können (Arteriosklerose). Wenn solch ein Fettpolster in einer Herzkranzarterie plötzlich aufbricht, bildet sich ein Blutgerinnsel, welches das Gefäß verschließt und die Blutversorgung unterbricht: Ein Herzinfarkt entsteht.
Die Katastrophe ist nicht unausweichlich. Die Gefäßveränderungen, die dem Herzinfarkt oder dem Schlaganfall vorangehen, entwickeln sich meist über viele Jahre.
Aber die Katastrophe, zu der sie führen, ist kein unausweichliches Schicksal. Sie können Ihr persönliches Risiko erkennen Mit unserem Selbsttest der Deutschen Herzstiftung. Sie können Ihr persönliches Risiko günstig beeinflussen und dadurch dem Herzinfarkt und dem Schlaganfall wirksam vorbeugen - häufig schon durch kleine Veränderungen. Zugleich vermindern Sie dadurch Ihr Risiko für Krebs und Osteoporose. Und: Sie steigern Ihre Leistungsfähigkeit und Lebensfreude.
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