Nachschlagewerk - A

Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben A aus den Bereichen Gesundheit und Medizin

72 Einträge


ABDA

Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ehemals Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker), Spitzenorganisation der deutschen Apothekerschaft durch Zusammenschluss der 17 Landesapothekerkammern und der 17 Landesapothekerverbände

Absetzphänomen

Dosierung, ausschleichende

ACE-Hemmer

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzleistungsschwache

Aceton

chemische Verbindung, die beim Abbau des Fettgewebes entsteht und zu einer Übersäuerung des Blutes führen kann, Zeichen für eine schlechte Stoffwechsellage

Acarbose

Arzneimittelwirkstoff, der die Verdauung der Kohlenhydrate verlangsamt, ein Resorptionsverzögerer

Albumin

Eiweißkörper (siehe Mikroalbuminurie) Aminosäuren Bausteine der Eiweiße

Allopathie

Ausdruck für die Schulmedizin, siehe Homöopathie

Analgetika

Schmerzmittel

Anästhetika

Arzneimittel zur Ausschaltung des Schmerzempfindens, besonders im Rahmen einer Narkose

Angina-pectoris-Anfall

Schmerzen, häufig im Brustkorb oder linken Arm, die auf eine Verengung der Herzkranzgefäße hinweisen können

Angiopathie

Schädigung der Blutgefäße, die zu Durchblutungsstörungen führen kann

Anthelminthika

Arzneimittel gegen Wurmerkrankungen

Arteriosklerose

Gefäßverkalkung, eine Form der Makroangiopathie, Erkrankung der großen Blutgefäße, oft hervorgerufen durch das metabolische Syndrom

Antiallergika/Antihistaminika

Arzneimittel gegen Allergien

Antiarrhythmika

Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Antiasthmatika

Arzneimittel zur Behandlung von Asthma

Antibiotika

siehe Antünfektivo

Antidementiva

Arzneimittel zur Behandlung von Hirnleistungsstörungen, insbesondere zur Behandlung von Demenzen (z. B. Alzheimer-Erkrankung)

Antidiabetika

Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Antidot

Gegenmittel bei Vergiftungen

Antiemetika

Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen

Antiepileptika

Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsien

Antihypertonika

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck

Antihypotonika

Arzneimittel gegen zu niedrigen Blutdruck

Antiinfektiva (Antibiotika, Chemotherapeutika)

Arzneimittel zur Behandlung von Infektionskrankheiten

Antikoagulantien

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung

Antikonzeptiva

Empfängnisverhütungsmittel

Antimykotika

Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen

Antiparkinsonmittel

Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung)

Antiphlogistika

Arzneimittel mit entzündungshemmender Wirkung

Antipyretika

Fiebersenkende Arzneimittel

Antiseptika

Keimhemmende oder -abtötende Mittel

Antitussiva

Hustenarzneimittel, bei trockenem Husten

Anwendung

Benutzung eines Arzneimittels

Anwendungsart

Art, wie das Arzneimittel anzuwenden ist, z. B. durch Aufsprühen, Einreiben, Einpinseln, Gurgeln, Inhalieren, Kauen, Schlucken, Trinken

Anwendungsfehler

Entstehen durch Nichteinnahme oder falsche, nicht bestimmungsgemäße (zu viel, zu wenig) Anwendung von Arzneimitteln, hierdurch kann es zu mehr gesundheitlichen Problemen als durch Nebenwirkungen der Medikamente kommen, siehe Non-Compliance.

Lassen Sie sich deshalb von Ihrem Apotheker über die Arzneimittel informieren und sprechen Sie Änderungen der Arzneimitteleinnahme unbedingt mit Ihrem Arzt ab.

Anwendungsgebiet

Erkrankungen bzw. Beschwerden, bei denen ein Arzneimittel angewandt wird

Anwendungshäufigkeit

Anzahl der Anwendungen eines Arzneimittels pro Zeiteinheit, z. B. pro Tag, Woche. Abhängig von der Wirkdauer eines Arzneistoffes und der Art seiner Zubereitung. siehe Dosierungsintervall, Darreichungsform.

Anwendungsweise

Angabe, wie das entsprechende Medikament einzunehmen bzw. anzuwenden ist (z. B. Einnahme mit ausreichend Flüssigkeit).

Apotheke

Einrichtung, die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen für die ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung der Bevölkerung zuständig ist. Hierzu gehört auch eine sachgerechte Information und Beratung. Insgesamt gibt es in Deutschland über 21.500 öffentliche Apotheken, so dass durchschnittlich auf 3.800 Einwohner eine Apotheke kommt.

Apothekenassistentlin

Berufsgruppe der ehemaligen DDR. Personenkreis, der pharmazeutische Tätigkeiten unter Aufsicht eines Apothekers durchführen darf.

Apothekenbetriebsordnung

Rechtsverordnung, die den ordnungsgemäßen Betrieb einer Apotheke regelt. Die Beratungs- und Informationspflicht ist ebenfalls hier verankert.

Apothekenexklusive Waren

siehe freiverkäufliche Arzneimittel und apothekenübliche Waren, die aufgrund der Herstellerentscheidung nur in Apotheken verkauft werden.

Apothekenfacharbeiterlin

Lehrberuf der ehemaligen DDR. Nichtpharmazeutisches Personal, vergleichbar mit der pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten.

Apothekengesetz

Gesetz zur Regelung des Apothekenwesens. Danach müssen Apotheken die Arzneimittelversorgung sicherstellen, ohne Erlaubnis darf keine Apotheke betrieben werden. Grundlage, dass jeder Apotheker nur eine Apotheke besitzen darf sowie eine Apotheke nur von einem Apotheker geführt werden darf. Das Apothekengesetz stellt die gesetzliche Grundlage der Apothekenbetriebsordnung dar.

Apothekenhelferin

Frühere Berufsbezeichnung der/des pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA).

Apothekenpflichtige Arzneimittel

Arzneimittel, die wegen ihrer Beratungsbedürftigkeit per Gesetz im Einzelhandel nur in Apotheken erhältlich sind.

Apothekenübliche Waren

Waren, die entsprechend der Apothekenbetriebsordnung neben Arzneimitteln in der Apotheke abgegeben werden

Apotheker / Apothekerin

Berufsgruppe mit universitärer Ausbildung, an deren Abschluss die Approbation als Apotheker steht. Drei Viertel der Apothekerschaft ist weiblich.

Apothekerassistent/in

Berufsbezeichnung für Absolventen der pharmazeutischen Vorprüfung (bis 1973). Personengruppe, die unter Verantwortung eines Apothekers pharmazeutische Tätigkeiten ausführen und in Einzelfällen auch Apotheker vorübergehend vertreten dürfen.

Apothekerkammer

Körperschaft des öffentlichen Rechts zur Berufsvertretung allerApotheker (Pflichtmitgliedschaft). Auf Länderebene gibt es die 17 Landesapothekerkammern (LAK), die auf Bundesebene in einer Arbeitsgemeinschaft, der Bundesapothekerkammer (BAK) zusammengeschlossen sind.

Apothekerverband / Apothekerverein

Eingetragene Verbände oder Vereine zur Vertretung wirtschaftlicher, sozialer, wissenschaftlicher und sonstiger gemeinsamer Interessen der Apotheker. Die 17 Landesapothekerverbände sind zum Deutschen Apothekerverband e.V. (DAV) zusammengeschlossen.

Applikation

Verabreichen von Arzneimitteln.

Applikationsart

Art und Weise der Verabreichung des Arzneimittels, z. B. epikutan: auf die Haut, subkutan: unter die Haut, siehe Applikationsort.

Applikationsort

Stelle des Körpers, an der das Arzneimittel angewendet wird.

Applikationshilfen

Anwendungshilfen für Arzneimittel, z. B. Tablettenteiler.

Approbation

Staatliche Genehmigung zur Ausübung eines Heilberufes.

Arzneibuch

Vom Bundesministerium bekannt gemachte Sammlung pharmazeutischer Vorschriften zur Qualität, Prüfung, Lagerung, Abgabe und Bezeichnung von Arzneimitteln und deren Verpackungsmaterialien. Arzneistoffe und Behältnisse von Arzneimitteln müssen den Anforderungen des Arzneibuchs entsprechen.

Arzneimittel

Substanzen zur Heilung, Linderung,Verhütung oder Erkennung von Krankheiten. Genaue Definition im Arzneimittelgesetz. Ein Arzneimittel setzt sich aus Wirkstoff(en) und Hilfsstoff(en), Packungsbeilage, Verpackung zusammen.

Arzneimittelentwicklung

Verfahren zur Entwicklung eines neuen Arzneimittels. Dieses nimmt etwa zehn bis zwölf Jahre in Anspruch und kostet heute ca.250 bis 450 Millionen Euro.

Arzneimittelgesetz

Gesetz zur Regelung der Sicherheit des Verkehrs mit Arzneimitteln, insbesondere zur Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Arzneimitteln.

Arzneimittelkommission (der Deutschen Apotheker)

Kommission zur Beobachtung, Sammlung und Auswertung von Arzneimittelnebenwirkungen bzw. -risiken.

Arzneimittelmissbrauch

Zweckentfremdeter Gebrauch von Arzneimitteln, z. B. bei einer Sucht oder aus Selbstmordabsicht.

Arzneimittelpreisverordnung

Verordnung zur Regelung der Preise der apothekenpflichtigen Arzneimittel. Hauptziel ist die Sicherstellung der bundesweiten Einheitlichkeit des Apothekenabgabepreises. Diese ist aus gesundheitspolitischen Gründen notwendig, damit Patienten Arzneimittel erhalten, ohne auf mögliche Preisunterschiede achten zu müssen.

Arzneimittelprüfung in der Apotheke

Eingangskontrolle und Dokumentation von Arznei- und Hilfsstoffen sowie stichprobenweise Prüfung von Fertigarzneimitteln, in der Regel ein Fertigarzneimittel pro Tag pro Apotheke.

Arzneimittelrichtlinien

Richtlinien, die der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen über die Verordnung von Arzneimitteln erlässt. Diese Richtlinien, die bereits mehrfach überarbeitet wurden, sollen eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche ärztliche Versorgung der Versicherten mit Arzneimitteln gewährleisten. Sie gelten derzeit in der Fassung vom I. Januar 1994.

Arzneimittelrisiken

Durch die Einnahme von Arzneimitteln auftretende Gefahren. Hierzu gehören u.a. Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen), mögliche Gegenonzeigen, Qualitätsmängel oder Abhängigkeitserscheinungen. Ein Arzneimittel ist kein einfacher Konsumartikel, sondern ist auch mit Risiken behaftet, normalerweise überwiegen die Krankheitsrisiken die Arzneimittelrisiken um ein Vielfaches. Wichtig ist immer eine Nutzen-Risiko-Abwägung.

Arzneimittelsicherheit

Ergebnis aller Maßnahmen zur Minderung der Gefahren im Umgang mit Arzneimitteln. ?Stufenplan.

Arzneimittel-Warnhinweisverordnung

Verordnung, welche die Warnhinweise auf Arzneimittelverpackungen regelt.

Arzneistoff

Wirkstoff

Ausscheidung

Natürliche Entfernung eines Arzneistoffs aus dem Körper, z. B. durch die Nieren mit dem Urin, über die Galle und den Darm mit dem Stuhl sowie über die Lunge mit der Ausatmungsluft. Die Ausscheidung führt zu einer Abnahme des Wirkstoffspiegels. Bei Nierenerkrankungen muss häufig die Dosis reduziert werden, da dann die Ausscheidung verlangsamt abläuft und es zu einer Kumulation (Anhäufung) des Wirkstoffes im Körper kommen kann.

autonome Neuropathie

Nervenschädigung mit Funktionsstörungen besonders am Herz- und Gefäßsystem, den Harnund Geschlechtsorganen und dem Magen- und Darmtrakt