Nachschlagewerk - P

Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben P aus den Bereichen Gesundheit und Medizin

26 Einträge


Packungsbeilage

Beipackzettel. Informationsblatt des Herstellers über das betreffende Arzneimittel für den Patienten. Aufbau und Inhalt sind gesetzlich festgelegt: Unter der Überschrift Gebrauchsinformation enthält die Packungsbeilage Angaben zur Bezeichnung des Arzneimittels, dessen Zusammensetzung, Darreichungsform, Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Warnhinweise, Dosierungsanleitung, Verfallsdatum. Fach-Chinesisch wird sich leider manchmal nicht vermeiden lassen, aber Ihr/e Apotheker/in übersetzt es Ihnen gerne.

Packungsgrößen

Größe der Verkaufspackung nach Stückzahl oder Menge. Um therapiegerechte Packungsgrößen zu gewährleisten, stehen Normpackungen zur Verfügung.

Pankreas

Bauchspeicheldrüse

Parallelimport

Arzneimittel, die den gleichen oder sehr ähnlichen Namen und die gleiche Zusammensetzung wie das deutsche Präparat haben, die aber vom Ausland importiert worden sind. Deutsche Importeure beziehen von Herstellern aus anderen EU-Staaten Arzneimittel zu Preisen, die niedriger sind als in Deutschland, weil dort im Ausland zum Beispiel die Gehälter, Lohnnebenkosten und Steuern geringer sein können oder der Staat niedrigere Preise gesetzlich vorschreibt. Die Importeure beliefern die Apotheken in Deutschland mit diesen preiswerteren Importarzneimitteln (Parallelimport).

Patentschutz

Zeit, in welcher der Patentinhaber das Recht hat, seine Erfindung ohne Konkurrenz wirtschaftlich zu nutzen, siehe Originalpräparat. Erst nach Ablauf des Patentschutzes (20 Jahre ab Anmeldung des Patents) dürfen Generika auf den Markt kommen. Wegen des oft langen Zeitraumes zwischen Patentanmeldung und Zulassung des Arzneimittels zum Verkehr kann unter bestimmten Voraussetzungen durch ein ergänzendes Schutzzertifikat eine längere Schutzdauer erreicht werden.

Paul-Ehrlich-Institut (PEI)

Selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Zuständig für Zulassung der Sera, Impfstoffe und Blutzubereitungen. Verbesserung der Arzneimitteisicherheit.

Pedographie

Überprüfung der Füße zur Früherkennung und Vorbeugung des diabetischen Fußsyndroms (siehe diabetische Füße)

Pen

Injektionshilfe (engl. für Stift)

periphere Neuropathie

Störungen der Gefühlsnerven an den Füßen und Beinen mit verminderter Schmerzempfindung

Pharmazentralnummer (PZN)

Einheitliches Kennzeichen, das Handelsnamen, Hersteller, Darreichungsform, Wirkstoffstärke und Packungsgröße verschlüsselt.

Pharmazeutischer Unternehmer

Unternehmer, der Arzneimittel unter seinem Namen in den Handel bringt. Muss nicht identisch mit dem Hersteller sein.

Pharmazeutisches Personal

Berufsgruppen, die zur Ausführung pharmazeutischer Tätigkeiten befugt sind. Dazu gehören Apotheker, Apothekerassistenten, Pharmazieingenieure, pharmazeutisch-technische Assistenten, Apothekenassistenten sowie pharmazeutische Assistenten.

Pharmazeutische Assistenten

Berufsgruppe in der ehemaligen DDR. Dürfen pharmazeutische Tätigkeiten unter Aufsicht eines Apothekers ausführen, aber keine Arzneimittel abgeben.

Pharmazeutische Betreuung

Nach dem Grundsatz Die Abgabe des Medikamentes ist der Anfang und nicht das Ende der Medikation die Betreuung durch den Apotheker über den Zeitpunkt der Arzneimittelabgabe hinaus. Durch die enge Zusammenarbeit von Patient, Arzt und Apotheker können arzneimittelbezogene Probleme besser erkannt und bewältigt werden.

Pharmazeutische Tätigkeiten

Entwicklung, Herstellung, Prüfung und Abgabe von Arzneimitteln sowie Information und Beratung über Arzneimittel.

Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellteir (PKA)

Berufsgruppe, die pharmazeutisches Personal bei der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln unterstützt sowie kaufmännische Arbeiten und die Pflege des Warenlagers durchführt.

Pharmazeutisch-technischer Assistent/-in

Berufsgruppe, die unter Aufsicht eines Apothekers pharmazeutische Tätigkeiten durchführt.

Pharmazieingenieur/in

Berufsgruppe in der ehemaligen DDR. Übt pharmazeutische Tätigkeiten unter Verantwortung eines Apothekers aus. Darf in bestimmten Fällen Apotheker vertreten.

Phytopharmaka

Pflanzliche Arzneimittel.

Placebo

Scheinarzneimittel ohne Wirkstoff.

Placeboeffekt

Wirkung nach Einnahme eines Placebos.

Polyneuropathie

Neuropathie mehrerer verschiedener Nerven und Nervenbereiche Proliferation Wucherung, Sprossung

Positivliste

Liste solcher Arzneimittel, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen verordnet werden dürfen. In Deutschland gibt es bisher keine Positivliste, ihre Einführung ist jedoch für das Jahr 2001 geplant.

proliferative Retinopathie

gefährliche Form der Retinopathie, bei welchem neu entstandene Gefäße in den Glaskörper des Auges hineinwachsen und dort Blutungen verursachen können

Proteine

Eiweiße, mit der Nahrung zugeführt, unentbehrlich für die Neubildung körpereigener Eiweißstoffe

Psychopharmaka

Arzneimittel zur Behandlung seelischer Erkrankungen.